Erste eigene Wohnung: Wie viel Geld brauchst du?
Was die eigene Wohnung jeden Monat kostet, wie viel du dafür verdienen solltest und was du am ersten Tag brauchst. Mit Kaution, Umzug und der 30-%-Regel für die Warmmiete.
Mit 750 € Warmmiete kostet die erste eigene Wohnung im Beispiel 1.325 € im Monat, und nach der 30-%-Regel solltest du dafür 2.500 € netto verdienen. Vor dem Einzug brauchst du außerdem 3.510 € für Kaution, Umzug und Erstausstattung. Die Mietregel ist alt, aber nützlich: Die Warmmiete sollte nicht mehr als 30 % deines Nettoeinkommens ausmachen. Trag unten deine Zahlen ein, und der Rechner zeigt dir das Mindesteinkommen und das Geld, das du am ersten Tag brauchst.
Wie viel Geld brauche ich für die erste eigene Wohnung?
Du brauchst zwei Zahlen, und fast niemand rechnet die zweite aus. Die erste ist, was jeden Monat weggeht. Die zweite ist, was du vor dem Einzug zusammenhaben musst, im Beispiel mehr als das Sechsfache der Kaltmiete.
Mit den Beispielwerten kostet der Monat 1.325 €. Genau so viel zu verdienen reicht nicht, weil nichts übrig bleibt für den Monat, in dem etwas kaputtgeht. Deshalb schlägt der Rechner 15 % Puffer auf die Ausgaben und vergleicht das Ergebnis mit der Mietregel, die im Beispiel mehr verlangt. Die Formel in Worten: Mindesteinkommen ist der höhere von zwei Werten, entweder Ausgaben mal 1,15 oder Warmmiete geteilt durch 0,30.
| Posten | Beispiel |
|---|---|
| Kaltmiete | 570 € |
| Nebenkosten | 180 € |
| Strom | 45 € |
| Internet, Handy und Rundfunkbeitrag | 70 € |
| Lebensmittel | 300 € |
| Mobilität | 60 € |
| Sonstiges | 100 € |
| Kosten pro Monat | 1.325 € |
| Mindesteinkommen nach Ausgaben (1.325 € × 1,15) | 1.523,75 € |
| Mindesteinkommen nach 30-%-Regel (750 € ÷ 0,30) | 2.500 € |
| Mindesteinkommen, der höhere Wert | 2.500 € |
| Startkapital (1.710 € Kaution, 300 € Umzug, 1.500 € Erstausstattung) | 3.510 € |
Wenn die Mietregel mehr Einkommen verlangt als alle deine Ausgaben zusammen, ist die Wohnung das Problem. Dann wiegt die Miete so schwer im Budget, dass jede Überraschung von dem abgeht, was du sparen wolltest. Das ist das Signal, eine günstigere Gegend oder eine WG in Betracht zu ziehen.
Was brauchst du am ersten Tag?
Am sichtbarsten ist die Kaution. Nach § 551 BGB darf sie höchstens drei Monatsmieten ohne Nebenkosten betragen, also drei Kaltmieten, und du darfst sie in drei gleichen Monatsraten zahlen. Die erste Rate ist zu Beginn des Mietverhältnisses fällig. Bei 570 € Kaltmiete sind das bis zu 1.710 €.
Danach kommen Umzug und Erstausstattung, und hier platzen die meisten Budgets. Bett, Kühlschrank und Waschmaschine summieren sich schnell, und viele Mietwohnungen werden ohne Einbauküche vermietet. Dazu die Kleinigkeiten, die man erst bemerkt, wenn sie fehlen: Töpfe, Vorhänge, Mülleimer, Glühbirnen, ein Werkzeugkasten. Kaum jemand rechnet sie ein, und alle werden in der ersten Woche gekauft.
Anmelden musst du auch einiges: Strom bei einem Anbieter deiner Wahl, sonst landest du in der Grundversorgung des örtlichen Versorgers, und die Wohnung beim Beitragsservice. Der Rundfunkbeitrag kostet 18,36 € im Monat pro Wohnung, egal wie viele Personen dort wohnen (Stand: 30.09.2026). In einer WG zahlt ihn also nur einer für alle.
Wie viel Miete kann ich mir leisten?
Höchstens 30 % deines Nettoeinkommens für die Warmmiete, sagt die Faustregel, mit der der Rechner arbeitet. Bei 2.000 € netto sind das 600 € Warmmiete. In Deutschland hört man oft auch die Drittel-Regel, also ein Drittel des Nettoeinkommens, bei 2.000 € rund 667 €. Der Rechner nimmt bewusst die strengere 30-%-Grenze: Mit der Drittel-Regel läge das Mindesteinkommen im Beispiel bei 2.250 € statt 2.500 €.
Die Regel stammt aus einer anderen Zeit, und in München, Frankfurt oder Hamburg schließt sie viele aus, die sehr wohl allein wohnen können. Sie ist eine Ampel, kein Urteil. Liegst du darüber, heißt das nicht, dass es unmöglich ist. Es heißt, dass der Rest des Budgets knapper sein muss und ein schlechter Monat mehr wehtut.
Um das Startkapital zusammenzubekommen, hilft der Sparziel-Rechner: Er zeigt, wie viel du monatlich zurücklegen musst, um den Betrag bis zu deinem Wunschtermin zu erreichen. Wie groß ein Polster für die ersten Monate sein sollte, zeigt der Notgroschen-Rechner.
Welche Kosten kommen später auf dich zu?
Die Nebenkostenabrechnung und Mieterhöhungen. Der erste Monat täuscht, weil noch nichts passiert ist. Einmal im Jahr kommt die Abrechnung der Nebenkosten, oft mit einer Nachzahlung. Eine Erhöhung auf die ortsübliche Vergleichsmiete ist nach § 558 BGB auf 20 % in drei Jahren begrenzt, in Gebieten mit angespanntem Wohnungsmarkt auf 15 %. Bei einer Staffel- oder Indexmiete steht die Erhöhung schon im Vertrag.
Auch das Einkaufen ändert sich: Für eine Person kostet vieles pro Einheit mehr als für einen ganzen Haushalt, und dieser Unterschied überrascht fast jeden.
Zwei Monate lang die eigenen Ausgaben zu messen, bevor du umziehst, ist mehr wert als jede Schätzung. Wenn du jetzt erfasst, was du ausgibst, weißt du, was gleich bleibt und was sich vervielfacht, sobald du die Miete selbst zahlst. In AI Money geht das per WhatsApp, per Sprache oder mit einem Foto vom Kassenbon, und auch Bargeld, das eine App mit Bankanbindung nicht sieht, erfasst du so.
Häufige Fragen
Zwei Beträge. Die monatlichen Kosten, die im Beispiel mit 570 € Kaltmiete, 180 € Nebenkosten und den übrigen Posten bei 1.325 € liegen. Und das Startkapital vor dem Einzug für Kaution, Umzug und Erstausstattung, im Beispiel 3.510 €. Damit der Monat nicht auf Kante genäht ist, liegt das Mindesteinkommen im Beispiel bei 2.500 € netto.
Der Rechner nutzt zwei Maßstäbe und nimmt den strengeren. Nach Ausgaben: alles, was du im Monat zahlst, plus 15 % Puffer. Nach Miete: Die Warmmiete sollte nicht mehr als 30 % des Nettoeinkommens ausmachen, bei 750 € Warmmiete sind das 2.500 € netto. Bestimmt die Mietregel das Ergebnis, frisst die Miete zu viel vom Einkommen.
Höchstens drei Monatsmieten ohne die Nebenkosten, also drei Kaltmieten. So steht es in § 551 BGB. Du darfst die Kaution in drei gleichen Monatsraten zahlen, die erste ist zu Beginn des Mietverhältnisses fällig. Bei 570 € Kaltmiete sind das höchstens 1.710 €, also 570 € pro Rate.
Eine Faustregel: Die Warmmiete sollte nicht mehr als ein Drittel des Nettoeinkommens ausmachen. Bei 2.400 € netto wären das 800 €. Dieser Rechner arbeitet etwas strenger mit 30 %, dann wären es 720 €. Beides ist eine Ampel, keine Vorschrift: In teuren Städten liegen viele darüber und haben dafür weniger Puffer, wenn etwas Unerwartetes kommt.
Die Erstausstattung, die fast komplett in der ersten Woche gekauft wird, oft auch eine Küche, weil viele Mietwohnungen ohne Einbauküche vermietet werden. Dazu den Rundfunkbeitrag von 18,36 € im Monat pro Wohnung. Später kommen die Nebenkostenabrechnung mit möglicher Nachzahlung und Mieterhöhungen. Und Einkaufen für eine Person kostet pro Einheit mehr als für einen größeren Haushalt.
Ja, weil die Felder Ausgabenkategorien sind und keine landesspezifischen Regeln. Die Währung lässt sich zwischen Euro, Schweizer Franken, US-Dollar und britischem Pfund umstellen, jeweils mit dem Zahlenformat des Landes. Was sich zwischen den Ländern unterscheidet, sind die Regeln im Mietvertrag, etwa zur Höhe der Kaution, nicht die Rechnung selbst.
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