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Autokosten-Rechner: Was kostet ein Auto im Monat?

Sprit, Parken, Versicherung, Kfz-Steuer und HU zusammenzählen und die Jahreskosten auf zwölf Monate verteilen: So siehst du, was dein Auto jeden Monat wirklich kostet.

Mit den Beispielwerten unten kostet ein Auto 327 € im Monat, und nur 160 € davon sind Sprit. Kfz-Versicherung, Kfz-Steuer, HU und Reifen werden einmal im Jahr oder seltener fällig, tauchen deshalb im Monatsbudget nicht auf und kommen dann auf einen Schlag. Trag unten ein, was du zahlst: Der Autokosten-Rechner verteilt die Jahreskosten auf zwölf Monate und zeigt dir die echten Kosten pro Monat. Das ist der Betrag, den du jeden Monat zurücklegen solltest.

Was du in einem normalen Monat tankst oder lädst.
Tiefgarage, Stellplatz, Anwohnerparkausweis oder Parkautomat.
Waschanlage, Scheibenwasser, die Vignette für Österreich oder die Schweiz: alles Kleine, das man vergisst.
Bei Leasing die Leasingrate. Null, wenn das Auto bezahlt ist.
Haftpflicht plus Teil- oder Vollkasko. Zahlst du monatlich, trag das Zwölffache ein.
Richtet sich nach Hubraum und CO₂-Ausstoß. Für viele reine E-Autos derzeit 0.
Alle zwei Jahre fällig, beim Neuwagen erst nach drei Jahren: Trag die Hälfte der Prüfgebühr ein.
Inspektion, Ölwechsel, Bremsen und dein Anteil an einem Satz Reifen.
Ändert das Währungssymbol und die Tausendertrennung.

Was kostet ein Auto im Monat?

Mit den Beispielwerten im Rechner kostet es 327 € im Monat oder 3.924 € im Jahr. So kommst du auf deine eigene Zahl: Zähl zusammen, was du jeden Monat zahlst, zähl getrennt zusammen, was einmal im Jahr fällig wird, teil diese zweite Summe durch zwölf und addiere beides. Das sind die echten Autokosten pro Monat.

Der Unterschied zwischen dem, was man zu zahlen glaubt, und dem, was man zahlt, steckt fast ganz im zweiten Block. Im März denkt niemand an die Versicherung, die im Januar abgebucht wurde.

Wie rechnet der Autokosten-Rechner?

Die Formel in Worten: monatliche Kosten plus jährliche Kosten geteilt durch zwölf plus Kreditrate ergibt die Autokosten pro Monat. Mit den Beispielwerten sieht das so aus:

PostenWas du zahlstPro Monat
Sprit oder Strom160 € im Monat160,00 €
Wäsche und Sonstiges20 € im Monat20,00 €
Kfz-Versicherung720 € im Jahr60,00 €
Kfz-Steuer132 € im Jahr11,00 €
HU/AU (TÜV)144 € alle zwei Jahre6,00 €
Wartung und Reifen840 € im Jahr70,00 €
Autokosten pro Monat327,00 €

Sichtbar sind 180 € im Monat. Die jährlichen Posten ergeben 1.764 €, also 147 € im Monat, und genau diese 147 € legt kaum jemand zurück. Kommen eine Kreditrate von 250 € und ein Tiefgaragenstellplatz für 80 € dazu, kostet dasselbe Auto 657 € im Monat oder 7.884 € im Jahr.

Die Jahreskosten des Autos sind der blinde Fleck im Budget. Sie fallen nicht im Monat an, also sieht man sie nicht, und wenn sie kommen, muss das Geld irgendwoher. Wer sie durch zwölf teilt und diesen Teil jeden Monat zurücklegt, macht aus dem jährlichen Schreck eine feste Zeile, die schon gedeckt ist.

Welche Kosten gehören zu den Autokosten?

Diese Posten fallen in Deutschland praktisch bei jedem Auto an. Was bei dir nicht zutrifft, lässt du im Rechner auf null.

  • Kfz-Versicherung. Die Haftpflicht ist Pflicht, Teil- und Vollkasko sind freiwillig. Beim Leasing verlangt der Leasinggeber in der Regel eine Vollkasko. Oft ist sie der größte Jahresposten.
  • Kfz-Steuer. Jährlich fällig und nach Hubraum und CO₂-Ausstoß berechnet. Reine Elektroautos mit Erstzulassung bis Ende 2030 sind derzeit bis zu zehn Jahre befreit, längstens bis Ende 2035. Den genauen Betrag für dein Auto zeigt der Kfz-Steuer-Rechner des Bundesfinanzministeriums.
  • HU/AU (TÜV). Die Hauptuntersuchung ist bei einem neuen Pkw nach 36 Monaten fällig, danach alle 24 Monate (Anlage VIII StVZO). Sie kostet also nicht jedes Jahr, gehört aber trotzdem anteilig in die Monatsrechnung, egal ob du zu TÜV, DEKRA, GTÜ oder KÜS fährst.
  • Wartung und Reifen. Inspektion, Ölwechsel, Bremsen, der Wechsel zwischen Sommer- und Winterreifen und irgendwann ein neuer Satz. Nicht monatlich, aber sicher.
  • Parken. In Großstädten einer der größten Posten und der, den man beim Schätzen am häufigsten vergisst. 80 € im Monat für einen Stellplatz sind 960 € im Jahr.
  • Sprit oder Strom. Der einzige Posten, den fast jeder im Kopf hat, weil man ihn an der Zapfsäule oder Ladesäule jedes Mal sieht.

Warum nennt der ADAC höhere Autokosten?

Weil der ADAC den Wertverlust einrechnet und dieser Rechner nicht. Die ADAC Autokosten setzen sich aus Fixkosten (Versicherung, Kfz-Steuer), Werkstattkosten, Betriebskosten (Sprit, Pflege) und dem Wertverlust zusammen, standardmäßig gerechnet über fünf Jahre und 15.000 Kilometer im Jahr. Den Wertverlust nennt der ADAC den größten Kostenfaktor, noch vor dem Sprit. Für Wäsche und Pflege setzt er laut seinen Berechnungsgrundlagen (Stand 04/2026) pauschal 250 € im Jahr an, gut 20 € im Monat. Daher kommt der Beispielwert im Feld Wäsche und Sonstiges.

Den Wertverlust wegzulassen ist eine Entscheidung, kein Versehen. Er ist Geld, das du verlierst, aber er geht nicht jeden Monat von deinem Konto ab: Du merkst ihn am Tag des Verkaufs. Ihn mit Sprit und Versicherung zu mischen ergäbe eine größere Zahl, mit der du kein Monatsbudget planen kannst. Wenn du entscheidest, ob und welches Auto du kaufst, gehört er dazu, und dafür ist der Autokostenvergleich des ADAC das bessere Werkzeug. Wenn du wissen willst, wie viel du jeden Monat zurücklegen musst, rechnest du ohne ihn.

Was machst du mit deinem Ergebnis?

Wichtig ist die zweite Zeile, die Jahreskosten pro Monat. Dieser Betrag sollte jeden Monat von deinem Girokonto woandershin wandern, auch wenn in diesem Monat nichts fällig ist. Wenn die Versicherung abgebucht wird, ist das Geld dann schon da.

In AI Money ist das ein Spartopf namens „Auto“: Du legst dort jeden Monat das Zwölftel zurück, und es geht von deinem verfügbaren Saldo ab, damit du es nicht doppelt verplanst. Tanken erfasst du direkt an der Zapfsäule per WhatsApp, per Sprache oder mit einem Foto vom Kassenbon, und nach zwei Monaten weißt du, was du wirklich ausgibst, statt es zu schätzen. Wer bisher ein Haushaltsbuch in Excel führt, kann die alte Tabelle importieren.

Hast du das Auto noch nicht: Wie viel du monatlich sparen musst, zeigt der Sparziel-Rechner, und den Rest des Plans findest du im Artikel Auf ein Auto sparen.

Häufige Fragen

Was kostet ein Auto im Monat in Deutschland?

Das hängt vom Auto, von der Versicherung und davon ab, wo du parkst. Deshalb fragt der Rechner deine eigenen Zahlen ab, statt einen Durchschnitt zu nennen. Die Methode ist immer gleich: monatliche Kosten zusammenzählen, Jahreskosten getrennt zusammenzählen, die Jahreskosten durch zwölf teilen und beides addieren. Mit den Beispielwerten (160 € Sprit, 20 € Wäsche, 720 € Versicherung, 132 € Kfz-Steuer, 72 € HU-Anteil, 840 € Wartung und Reifen) kommen 327 € im Monat heraus, davon nur 160 € Sprit.

Welche jährlichen Kosten hat ein Auto?

Kfz-Versicherung, Kfz-Steuer, die HU/AU alle zwei Jahre sowie Wartung und Reifen. Die Wartung hat keinen festen Termin, belastet das Budget aber genauso. Alle diese Posten teilt man durch zwölf und legt den Anteil jeden Monat zurück. Sonst kommen sie gebündelt und müssen irgendwoher bezahlt werden.

Warum kostet mein Auto mehr, als ich dachte?

Weil die meisten nur den Sprit zählen, den einzigen Posten, der sichtbar und regelmäßig anfällt. Versicherung, Kfz-Steuer und HU werden einmal im Jahr oder seltener bezahlt, und in den übrigen Monaten wirkt das Auto günstig. Im Beispiel des Autokosten-Rechners macht dieser unsichtbare Teil 147 € von 327 € im Monat aus, also fast die Hälfte.

Rechnet der Autokosten-Rechner den Wertverlust mit ein?

Nein, mit Absicht. Der Wertverlust ist Geld, das du verlierst, aber er geht nicht monatlich vom Konto ab, sondern zeigt sich erst beim Verkauf. Der ADAC rechnet ihn in seine Autokosten ein und nennt ihn den größten Kostenfaktor. Für die Entscheidung, welches Auto du kaufst, ist das die richtige Zahl. Für die Frage, wie viel du jeden Monat zurücklegen musst, ist es die Rechnung ohne Wertverlust.

Wie viel sollte ich monatlich für das Auto zurücklegen?

Die Summe aller jährlichen Autokosten geteilt durch zwölf. Mit 720 € Versicherung, 132 € Kfz-Steuer, 72 € HU-Anteil und 840 € Wartung und Reifen sind das 1.764 € im Jahr oder 147 € im Monat. Dieses Geld sollte jeden Monat in einen eigenen Spartopf oder auf ein eigenes Konto gehen, auch in Monaten, in denen nichts fällig ist. Dann ist die Versicherung schon bezahlt, bevor die Rechnung kommt.

Funktioniert der Rechner auch für Motorräder, Österreich oder die Schweiz?

Ja. Die Felder sind Ausgaben und keine festen Kategorien eines Fahrzeugtyps, also passen sie auch für Motorrad, Wohnmobil oder E-Auto. Die Währung lässt sich zwischen Euro, Schweizer Franken, US-Dollar und britischem Pfund umstellen, jeweils mit dem Zahlenformat des Landes. In Österreich und der Schweiz heißen Steuer und Prüfung anders, die Rechnung bleibt dieselbe.

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