Inflationsrechner: Was dein Geld in Zukunft noch wert ist
Wie viel Kaufkraft dein Geld verliert, wenn es nur herumliegt, und wie viel du in ein paar Jahren brauchst, um dasselbe zu kaufen. In Euro und sieben weiteren Währungen.
10.000 € auf dem Girokonto haben bei 3 % Inflation im Jahr nach zehn Jahren nur noch die Kaufkraft von 7.440,94 €. Vom Konto verschwindet dabei kein Cent: Es sind dieselben 10.000 €, aber sie kaufen nur noch so viel wie heute gut 7.400 €. Selbst beim Ziel der Europäischen Zentralbank von 2 % bleiben nach zehn Jahren 8.203,48 €. Trag unten deinen Betrag und deinen Zeitraum ein: Der Inflationsrechner zeigt dir beides, was dein Geld dann noch wert ist und wie viel du dann brauchst, um dasselbe zu kaufen.
Wie viel ist mein Geld in 10 Jahren noch wert?
Du teilst den Betrag durch (1 + Inflation) hoch die Zahl der Jahre. Bei 10.000 €, 3 % Inflation und zehn Jahren heißt das: 10.000 geteilt durch 1,03 hoch 10, also 7.440,94 €. Die fehlenden 2.559,06 € hat niemand ausgegeben und niemand abgebucht. Die Preise sind gestiegen, und derselbe Euro reicht nicht mehr so weit.
Andersherum funktioniert es genauso, nur mit Malnehmen: Um in zehn Jahren das zu kaufen, was du heute für 10.000 € bekommst, brauchst du bei 3 % Inflation 13.439,16 €.
| Inflation pro Jahr | Nach 5 Jahren | Nach 10 Jahren | Nach 20 Jahren |
|---|---|---|---|
| 2 % (Ziel der EZB) | 9.057,31 € | 8.203,48 € | 6.729,71 € |
| 3 % | 8.626,09 € | 7.440,94 € | 5.536,76 € |
| 5 % | 7.835,26 € | 6.139,13 € | 3.768,89 € |
| 7 % | 7.129,86 € | 5.083,49 € | 2.584,19 € |
Bei 7 % Inflation verliert Geld, das nur herumliegt, in zehn Jahren fast die Hälfte seiner Kaufkraft. Das ist kein Gedankenspiel: 2022 lag die Inflation in Deutschland im Jahresdurchschnitt bei 6,9 %. Es muss nichts Schlimmes passieren und niemand muss dir etwas wegnehmen. Es reicht, nichts zu tun.
Welche Inflationsrate soll ich im Rechner eintragen?
Den aktuellen amtlichen Wert, und danach zum Vergleich zwei Prozentpunkte mehr, um das unbequeme Szenario zu sehen. In Deutschland veröffentlicht das Statistische Bundesamt (Destatis) jeden Monat den Verbraucherpreisindex. Laut Schnellschätzung vom 30.09.2026 lag die Inflationsrate im September 2026 voraussichtlich bei 3,3 %, im August 2026 bei 2,9 % und im Jahresdurchschnitt 2025 bei 2,2 %. Die Europäische Zentralbank strebt mittelfristig 2 % an.
Der Monatswert ändert sich jeden Monat, und für eine Rechnung über zehn Jahre ist er nicht die wichtigste Zahl. Wichtiger ist eine Rate, die du über viele Jahre für plausibel hältst. In Österreich findest du den Verbraucherpreisindex bei Statistik Austria, in der Schweiz den Landesindex der Konsumentenpreise beim Bundesamt für Statistik.
Ein Hinweis zur Methode: Der Rechner wendet jedes Jahr dieselbe Rate an, die echte Inflation steigt und fällt. Er zeigt dir die Größenordnung des Problems, und genau die ist den meisten nicht klar. Den exakten Preis von irgendetwas in zehn Jahren kann er nicht vorhersagen.
Kann ich ausrechnen, was mein Geld früher wert war?
Mit diesem Rechner nicht, er rechnet bewusst nur in die Zukunft. Für den Blick zurück brauchst du die echte Indexreihe, und eine veraltete Reihe liefert falsche Zahlen, die trotzdem exakt aussehen. Die amtliche Reihe veröffentlicht Destatis in der Datenbank GENESIS-Online (Tabelle 61111-0001, Basis 2020 = 100).
Die Rechnung selbst ist einfach: Betrag mal Index des späteren Jahres geteilt durch Index des früheren Jahres. Der Jahresindex lag 2020 bei 100 und 2025 bei 121,9. Was 2020 im Durchschnitt 100 € kostete, kostete 2025 also rund 121,90 €.
Warum die Inflation dein Sparziel verschiebt
Weil dein Ziel keine feste Zahl ist, sondern eine, die sich bewegt, während du sparst. Wer für ein Auto für 25.000 € spart und drei Jahre braucht, steht bei 3 % Teuerung am Ende vor einem Preis von 27.318,18 €. Das Geld ist da, das Ziel ist weitergezogen.
Daraus folgt eine Faustregel, die du wirklich anwenden kannst: Unter einem Jahr kannst du die Inflation ignorieren, und das Geld sollte sicher und jederzeit verfügbar sein. Ab drei Jahren ist Ignorieren ein Fehler, der dich etwas kostet.
Wie viel Zinsen auf der anderen Seite dagegenhalten, zeigt der Zinseszinsrechner. Und wie viel du für dein Ziel jeden Monat zurücklegen musst, der Sparziel-Rechner. Ob dein Geld dabei wirklich zur Seite geht, siehst du in AI Money: Spartöpfe mit Ziel und Datum, getrennt von dem, was du jeden Monat ausgibst.
Häufige Fragen
Man teilt den Betrag durch (1 + Inflationsrate) hoch die Zahl der Jahre. Bei 10.000 €, 3 % Inflation und zehn Jahren sind das 10.000 geteilt durch 1,03 hoch 10, also 7.440,94 € Kaufkraft. Für die Gegenrichtung, also wie viel man dann braucht, um dasselbe zu kaufen, multipliziert man statt zu teilen: 13.439,16 €.
Bei 3 % Inflation im Jahr behält Geld ohne Zinsen nach zehn Jahren rund 74 % seiner Kaufkraft und nach zwanzig Jahren rund 55 %. Bei 7 % verliert es in zehn Jahren fast die Hälfte. Vom Konto verschwindet dabei nichts: Es ist dieselbe Zahl, die weniger kauft.
Den aktuellen amtlichen Wert und zum Vergleich zwei Prozentpunkte mehr. In Deutschland veröffentlicht Destatis den Verbraucherpreisindex jeden Monat. Laut Schnellschätzung vom 30.09.2026 lag die Inflationsrate im September 2026 voraussichtlich bei 3,3 %, im Jahresdurchschnitt 2025 bei 2,2 %. Die Europäische Zentralbank strebt mittelfristig 2 % an.
Nein, er rechnet bewusst nur in die Zukunft, mit der Rate, die du einträgst. Für historische Vergleiche brauchst du die amtliche Indexreihe des Verbraucherpreisindex, die Destatis in GENESIS-Online veröffentlicht (Tabelle 61111-0001). Rechenweg: Betrag mal Index des späteren Jahres geteilt durch Index des früheren Jahres.
Unter einem Jahr kannst du sie ignorieren; dieses Geld sollte sicher und jederzeit verfügbar sein, weil es ein festes Ausgabedatum hat. Ab etwa drei Jahren wiegt sie so viel, dass sie das Ergebnis deines Plans verändert, vor allem wenn das, worauf du sparst, während der Sparzeit selbst teurer wird.
Ja. Du kannst Euro, Schweizer Franken, US-Dollar, Britisches Pfund, Polnischen Złoty, Tschechische Krone, Türkische Lira und Japanischen Yen wählen, jeweils mit dem Zahlenformat des Landes. Die Rechnung ist in jeder Währung dieselbe; was sich ändert, ist die Inflationsrate, die du eintragen musst.
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